Katzen und Schnee

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Manch Besitzer eines Stubentigers können wahrlich ein Liedchen davon singen. Ihre Samtpfoten und Schnee sind quasi wie Feuer und Wasser. Sobald der Boden weiß gezuckert ist, wird der Platz an der Heizung zum erklärten Lebensmittelpunkt und sollte sich Mieze doch für einen Ausflug nach draußen entscheiden, erinnert ihr betont eckiger Gang eher an den berühmten Storch im Salat, als an einen geschmeidigen Jäger. Aber natürlich gibt es auch unter Hauskatzen Exemplare, die sich mit der weißen Pracht durchaus arrangieren oder ihr sogar etwas abgewinnen können.
 
Bei Großkatzen ist das ähnlich, allerdings lässt sich ihr Verhältnis zu Schnee schon sehr direkt von ihrer geografischen Herkunft ableiten. Und so stakst Jaguardame Lucky Limari mit Sohnemann Milagro im Schlepptau betont langsam und vorsichtig durch die schneebedeckte Außenanlage, während der Jungspund erstaunt feststellen musste, dass das weiße Zeugs nicht nur kalt, sondern auch ziemlich rutschig ist. Auch unsere Löwen Nala und Eisi finden Schnee wohl nur so mittelmäßig gut. Sie wählen augenscheinlich lieber die Taktik des Aussitzens. Dagegen sind die Schneeleoparden in diesen Tagen voll in ihrem Element. In den alpinen und subalpinen Regionen Zentralasiens beheimatet, sind sie perfekt an extreme Bedingungen angepasst. Das sieht man nicht nur an ihrem dicken Pelz mit den langen Haaren und der dichten Unterwolle, sondern auch an ihren großen Pfoten. Diese sorgen bei Schnee und Eis für eine Art Schneeschuheffekt und verringern ein tieferes Einsinken. Außerdem schützen die Haarpolster an den Sohlen zusätzlich vor Kälte. 

 

Zoo Salzburg, 15. Jänner 2021

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