Nachwuchs im Südamerika-Haus: Ein „Panzer-Bällchen“

Am vergangenen Samstag, 5. Oktober 2019, brachte das acht Jahre alte Salzburger Kugelgürteltier-Weibchen Arabella ein gesundes Jungtier zur Welt. Nach einer Tragzeit von 120 Tagen wog der kleine Südliche Kugelgürteltier-Bub bei der Geburt 85 Gramm. Zusammengerollt war er nicht einmal so groß wie ein Tennisball.

Diese Säugetiere werden blind geboren, können aber schon wenige Stunden nach der Geburt laufen. Ihre Tasthaare und ihr guter Geruchssinn helfen vorerst bei der Orientierung.

Wie die Großen, so auch die Kleinen

Junge Kugelgürteltiere rollen sich wie die erwachsenen Tiere zu einer Kugel zusammen. Ihr noch weicher Panzer härtet erst nach etwa sechs Wochen vollständig aus. Das Zusammenrollen schützt sie dann nicht nur vor Fressfeinden wie dem Mähnenwolf, sondern verhindert auch den Verlust der Körperwärme.

Die ursprüngliche Heimat der Südlichen Kugelgürteltiere ist das mittlere Südamerika. Die knapp 30 Zentimeter langen und rund anderthalb Kilogramm schweren Insektenfresser besiedeln Gras- und Buschlandschaften sowie trockene Waldgebiete. Wegen des Verlusts ihres Lebensraums und der Jagd sind die Bestände stark zurückgegangen und so gelten sie in freier Wildbahn als „potenziell gefährdet“.

 

Zoo Salzburg, 09. Oktober 2019

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