Die Brautschau bei den Waldrentieren hat begonnen!

Die Brunftzeit des Waldrens beginnt im Herbst. Das Geweih dieser Hirsche hat sich für die Brautschau nun voll entwickelt. Dank einer dünnen, stark durchbluteten Hautschicht, dem Bast, wächst das Geweih. Mit dem Abschluss des Wachstums trocknet der Bast aus und er wird von den Tieren durch Scheuern an Sträuchern, Büschen oder Bäumen abgewetzt. Diesen Vorgang nennt man auch „fegen“.

Gleichstellung

Im Unterschied zu allen anderen Hirscharten tragen bei den Rentieren sowohl die Weibchen als auch die Männchen ein Geweih. Wobei das der weiblichen Tiere im Gegensatz zu dem der Männchen meist nur wenige Verzweigungen hat und relativ klein ist.

Am Ende der Brunftzeit verliert das Männchen sein Geweih. Mit dem Verlust schwindet auch sein Selbstbewusstsein und er hat dann in der Herde auch nichts mehr zu „sagen“. Noch vor Kurzem konnte er mit dem Geweih seine Weibchen nach Lust und Laune umhertreiben. Ohne muss er sogar warten, bis seine Damen ihm Platz an der Futterraufe machen.

Die trächtigen Weibchen tragen bis zum Frühjahr ihr Geweih, um sich an den Futterstellen gegenüber den Männchen behaupten zu können. Im Frühjahr, wenn es wieder genug Futter für alle gibt, werfen auch sie ihr Geweih ab.
 

Zoo Salzburg, 24. September 2019

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