Zwei Geparden-Brüder sollen wieder für Nachwuchs sorgen

„Der EEP-Koordinator Lars Versteege sprach die Empfehlung aus, die fast dreijährigen Geparden-Kater aus dem holländischen Safaripark Beekse Bergen bei uns aufzunehmen“, berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. 

Da in Verbänden lebende Geparden-Männchen auch in freier Wildbahn sehr erfolgreich bei der Fortpflanzung sind, sollen die Beiden in Salzburg für Nachwuchs bei dieser gefährdeten Katzenart sorgen.

Vorerst darf nur Geparden-Weibchen Terra auswählen

Im Salzburger Zoo leben drei Geparden-Weibchen: Die 14 Jahre alte Ginger und die beiden vier Jahre alten Schwestern Aeris und Terra. Ginger ist eine Seniorin und Aeris lebt noch mit ihren vier 13 Monate alten Jungtieren zusammen. Terra ist im besten Alter und deshalb kam es kurz nach der Ankunft zum ersten Kontakt mit einem der beiden Kater.

Sabine Grebner weiter: „Nachzuchten bei Geparden in Menschenhand sind selten! Denn das „Liebesleben“ dieser Katzen ist nicht einfach: Die Geparden-Dame braucht eine Auswahl an Männchen, die sie umwerben. Terra zeigte sich zwar interessiert an dem Kater, aber der Funke ist nicht gleich übergesprungen“.

In den kommenden Tagen lernen die Beiden nun ihr neues Zuhause kennen. Nur immer einer der Geparde erhält dann Besuch von Terra. Wer weiß, vielleicht gibt es rund 3 Monate danach wieder erfreuliche Neuigkeiten über Nachwuchs aus dem Salzburger Zoo. 

Eine gefährdete Tierart

Laut Rote Liste – IUCN – ist das Überleben der Geparde in freier Wildbahn gefährdet. Ihre Bestände werden auf etwa 10.000 Tiere geschätzt. Der Verlust ihrer Lebensräume, die Bejagung und der Rückgang ihrer Beutetiere sind die Hauptursachen dafür.

 

Zoo Salzburg, 20. Juni 2019

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