Erstaunliche Fortbewegungsarten unterschiedlicher Tierarten

Der südamerikanische Stirnlappenbasilisk ist auch als Jesus-Echse bekannt. Der Spitzname kommt von der Fähigkeit des Reptils, kurzzeitig auf dem Wasser laufen zu können. Eine Laufgeschwindigkeit von bis zu 11 Stundenkilometer und ein spezieller „Hautsaum“ an den Zehen ermöglichen ihm für wenige Augenblicke auf seinen Hinterbeinen auf der Wasseroberfläche zu laufen.

Eine weitere südamerikanische Tierart bewegt sich nur kopfüber hängend und in Zeitlupe hoch oben in den Bäumen fort. Die Rede ist vom Faultier, das sich mit seinen langen Armen und Krallen an den Ästen entlanghangelt. Dabei entspricht die Stellung ihrer Beine und Gelenke denen anderer Säuger sozusagen einem "Laufen unter den Ästen". Die meiste Zeit des Tages verschläft es jedoch. Falls es sich doch bewegt, dann aber in aller Gemütlichkeit. Durchschnittlich legt es 40 Meter pro Tag zurück, an manchen Tagen etwas mehr, meist jedoch eher weniger.

Eine bewundernswerte Art der Fortbewegung hat das Känguru entwickelt: Seine Vorderbeine sind kurz und deshalb ist ein vierbeiniger Gang ein eher mühsames Unterfangen. Es behilft sich beim Gehen einer Art Beinstütze, seinem Schwanz. Der ermöglicht ihm eine einzigartige "fünfbeinige" Fortbewerung. Der Schwanz übt bei der Vorwärtsbewegung sogar so viel Kraft aus wie alle Beine des australischen Säugetiers zusammen. Er sorgt beim Beuteltier nicht nur für Balance, sondern auch für Schwung beim Hüpfen und dient bei langsamer Fortbewegung als "gleichwertiges" Bein.

 

Zoo Salzburg, 09. Mai 2019

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