Neue "Einrichtung" für Jaguare und Schneeleoparden

Vergangene Woche schwebten tonnenschwere Baumstämme und Wurzeln über dem Zoogelände durch die Lüfte. Ein Teil landete auf der Anlage der Jaguare, der andere wurde bei den Schneeleoparden platziert. 

Ganz unterschiedliche Reaktionen

Auf die neuen „Einrichtungsgegenstände“ reagierten die beiden Großkatzenarten ganz unterschiedlich: Das Schneeleoparden-Paar Sayan und Geeta übte sich in vornehmer Zurückhaltung. Geraume Zeit betrachteten und umkreisten sie das neue Mobiliar aus gebührendem Abstand.

Jaguar-Dame Limary und ihr Gefährte Sir William hingegen waren beim Anblick ihres neuen Inventars kaum zu bremsen. Von oben, unten und allen Seiten wurden die neuen „Möbel“ genauestens in Augenschein genommen.

Abwechslung ist willkommen

In der Wildbahn stellen sich Tiere tagtäglich neuen Herausforderungen. Die Suche nach Nahrung oder Wasser nimmt meist viel Zeit in Anspruch wie auch die Partnersuche oder Feinvermeidung und konfrontiert die Tiere immer wieder mit ganz neuen Gegebenheiten. 
In den Zoos bemüht man sich, für das Wohlbefinden der Tiere so viel Abwechslung wie möglich zu schaffen. Das Pfleger-Team lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um die arttypischen Aktivitäten ihrer Tiere zu fordern und so die natürlichen Verhaltensweisen zu fördern. Unterschiedliches Spielzeug, das Angebot an Leckereien, verschiedene Duftstoffe oder auch die Neugestaltung von Anlagen sind nur einige von vielen Ideen, mit denen das Leben der Zootiere abwechslungsreich und spannend gestaltet wird.

Die Summe an unterschiedlichen Maßnahmen wird auch als „Behavioral Enrichment“ bezeichnet, was so viel wie „Verhaltensanreicherung“ des tierischen Alltags bedeutet. 
 

Zoo Salzburg, 06. Dezember 2018

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