Tête-à-tête bei den Großen Maras

Vergangene Woche übersiedelten Große Maras aus Deutschland zu ihren Artgenossen nach Salzburg. Nachdem sich die Tiere kurz Nase-an-Nase begrüßt haben und sich auf Anhieb „gut riechen konnten“, gingen sie gleich gemeinsam auf Futtersuche. 

Keine Hasen sondern die zweitgrößten Nagetiere der Welt

Maras sind ursprünglich in den Steppengebieten Argentiniens beheimatet. Äußerlich ähneln sie einem Hasen, vor allem, wenn sie sich hinsetzen und ihre langen Ohren aufstellen oder umher hoppeln. Mit ihren langen Beinen können bis zu 45 Stundenkilometer schnell laufen und etwa 2 Meter weit springen. Da sie in der Pampa vorkommen, wurden sie von den ersten Europäern auch Pampashasen genannt. 

Tagsüber gehen die mit den Meerschweinchen verwandten Nager auf Futtersuche. Sie fressen Gräser, Kräuter und Blätter. Die Nacht verbringen sie in einem, vorwiegend selbst gegrabenen, unterirdischen Bau.

Maras leben meist in großen Kolonien. Die Paare sind sich ein Leben lang treu. Haben sie sich gefunden, dann lässt das Männchen seine „Auserwählte“ nicht mehr aus den Augen: Denn die Weibchen sind nur alle drei- bis vier Monate paarungsbereit und das nur für eine halbe Stunde. 

Die Großen Maras sind in ihrer ursprünglichen Heimat noch nicht gefährdet, ihre Bestände nehmen jedoch wegen der Zerstörung ihrer Lebensräume und der Bejagung ab.

 

Zoo Salzburg, 09. Oktober 2018

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