Schlammspringer und andere Bewohner der Mangroven-Gewässer

Sind das Fische oder Lurche? Die Frage stellt sich beim Anblick der Schlammspringer, die seit einiger Zeit mit Einsiedlerkrebsen, Roten Mangrovenkrabben, Grundeln und Segelkärpflingen in einem Aqua-Terrarium im Gibbonhaus leben. Die Antwort lautet: Es sind Fische, die sowohl im Wasser als auch an Land leben können. Wie alle Fische atmen auch Schlammspringer durch Kiemen.

Leben im Brackwasser

Die meisten Wasserlebewesen haben sich an ein Leben im Süß- oder Salzwasser angepasst. Es gibt jedoch Wassergebiete, wo sich diese zwei Gewässertypen mischen, sogenannte Brackwasserzonen. In diesen ist die Salzkonzentration nie konstant, was die Bedingungen für die dort lebenden Organismen nicht einfach macht.

Die in Gruppen lebenden Schlammspringer halten sich zumeist im Brackwasser auf. Sie jagen kleine Beutetiere wie Insekten, kleine Krebse und Würmer, weiden Algenrasen ab und tun sich an Fischlarven und Nahrungspartikeln im Schlamm gütlich. Sie wechseln bei der Nahrungssuche sogar ins Süßwasser. Bei Ebbe kriechen und hüpfen sie dank ihrer muskulösen Brustflossen über den Schlickboden. Damit ihre Kiemen beim Landgang nicht austrocknen, ist ihre Kiemenhöhle nur durch eine enge Kiemenspalte geöffnet und mit Meerwasser befüllt. An Land können sie diese verschließen und so wird verhindert, dass die Kiemen austrocknen. Schlammspringer sind territorial. Imposant ist, dass die Männchen nur durch das Aufstellen ihrer meist blau gefärbten Rückenflosse ihr Revier verteidigen. 

 

Zoo Salzburg, 31. August 2018

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