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Nashörner aus dem Reagenzglas

Der Zoo Salzburg engagiert sich an einem europaweiten Artenschutzprojekt

Das Überleben der fünf Nashornarten in freier Wildbahn ist in Gefahr: Anfang des 20sten Jahrhunderts lebten noch rund 500.000 Tiere in Afrika und Asien. Heute ist ihr Bestand auf rund 29.000 Tiere geschrumpft. Durch die illegale Wilderei sind Nashörner extrem gefährdet und nahe an der Ausrottung.

 

„Der Schutz und der Erhalt von Nashörnern ist uns ein großes Anliegen. In diesem Jahr konnten wir uns über zweifachen Nachwuchs bei unseren Breitmaulnashörnern freuen, “berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Heute ist das Reproduktionsspezialisten-Team des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo-und Wildtierforschung (IZW), eine Wissenschaftlerin aus England und Kollegen aus dem tschechischen Zoo Dvur Kralove sowie Vertreter der Münchner Akademie zum Zoo- und Wildtierschutz e.V. bei uns, um weitere Schritte für Nashörner aus dem Reagenzglas zu setzen.“

Vor einigen Jahren gelang es den Reproduktionsspezialisten Thomas Hildebrandt, Frank Göritz und Robert Hermes des IZW erstmals, vitale Eizellen von einem Nashorn zu gewinnen und diese im Reagenzglas zu befruchten. Leider teilten sich damals die Eizellen nicht entsprechend weiter. Die In-Vitro-Fertilisation (IVF) bei Nashörnern steckt noch in den Anfängen. Für manche Nashorn-Unterarten ist die künstliche Befruchtung höchstwahrscheinlich die einzige Möglichkeit, sie vor dem Aussterben zu bewahren und die genetische Vielfalt der einzelnen Arten zu erhalten.

 

Heute gelang ein großer Schritt

Dem wissenschaftlichen Team gelang es mit neu entwickelten Spezialgeräten bei der 33 Jahre alten Salzburger Nashornkuh Kifaru einzelne Follikel an den Eierstöcken aufzufinden, zu punktieren und den Inhalt abzusaugen. Dabei konnten Zellen gewonnen werden, die für die Reifung der Eizellen notwendig sind, Eizellen selbst leider noch nicht.

Damit ist das Team wissenschaftlich und technisch einen großen Schritt vorangekommen. Das nächste Ziel ist es, das Heranwachsen von Follikeln und Eizellen harmonisch zu stimulieren u. a. mit phytomedizinischen Methoden.

 

Zoo Salzburg, 30. November 2015

 


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