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Glücklicher Ausgang nach dem Absturz


Heuer wurden schon drei Uhus in die Pflegestation des Salzburger Zoos aufgenommen.
Im vergangenen Juni wurde ein Jungvogel auf einem Schotterweg vor der Hellbrunner Mauer gefunden. Nachdem das entkräftete Jungtier mehrere Tage in der Pflegestation aufgepäppelt wurde, konnte es wieder in die Lüfte entlassen werden.

Mitte August übernahm das Zoo-Team einen Uhu in Pflege, der sich im Stadtteil Morzg wegen seines schlechten Ernährungszustandes und einer leichten Augenverletzung einfangen ließ. Dieser Vogel wird noch einige Zeit auf der Station bleiben, bis er etwas an Gewicht zugelegt hat und seine Wunde ausgeheilt ist.

Nur eine Woche später entdeckten Spaziergänger in Oberalm morgens einen am Boden sitzenden Uhu. Sie alarmierten Rita Klinger vom Tierheim Hallein, die die Eule einfing und in den Zoo brachte. Da das Tier nicht verletzt war und sich in einem guten Gesundheitszustand befand, wurde es am nächsten Abend in der Nähe seiner Fundstelle wieder ausgelassen.

Krähen sind oft schuld an der missliche Lage von Uhus
Uhus sind nachtaktive Eulen. Erst in der Dämmerung und in der Nacht gehen sie auf die Suche nach Nahrung. Tagsüber rasten sie in alten Nadelbäumen, Höhlen oder Nischen. „Wahrscheinlich haben sich unsere drei Uhus morgens zu spät auf den Weg zu ihren Schlafplätzen gemacht“, berichtet die Zoologische Leiterin Gerlinde Hillebrand. „Sobald Krähen tagsüber einen Uhu entdecken, tun sie sich zusammen und attackieren ihn vehement. Der Beutegreifer hat dann oftmals kaum eine Chance, vor der Vielzahl seiner Angreifer zu fliehen. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb unsere drei ‚Könige der Nacht' am Boden saßen und sich leicht einfangen ließen.“

Uhu – die größte heimische Eule

Seit jeher faszinieren Uhus mit ihrem kräftigen Körperbau, ihrem runden Kopf mit den auffallend langen Federohren und den großen, orangegelben Augen. Österreichweit ist diese Eulenart in ihren Beständen potenziell gefährdet. Lange Zeit wurden Uhus verfolgt, weil sie als Schädlinge angesehen und abgeschossen wurden. Der Verlust an Lebensraum und der Rückgang an Beutetieren gefährdeten den Fortbestand ebenfalls. Dank diverser Schutzmaßnahmen stabilisieren sich die Uhu-Bestände in Österreich langsam. In Salzburg leben rund 35 bis 40 Brutpaare. Uhus gelten zwar in Salzburg laut Jagdgesetz als jagdbares Wild, sind jedoch ganzjährig geschont.

 

Zoo Salzburg, 31. August 2016


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