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Reproduktionspezialisten des IZW bei den Nashörnern

 

Am vergangenen Freitag, 6. September, war der zweite Besuch der Reproduktionspezialisten des IZW bei den Salzburger Nashörnern

Im März diesen Jahres haben die Reproduktionsspezialisten Prof. Thomas Hildebrandt, Dr. Frank Göritz und Dr. Robert Hermes des Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtiere (IZW) zwei Salzburger Nashorn-Damen mit dem Sperma vom Nashorn Athos künstlich besamt. Leider kam es noch nicht zum gewünschten Erfolg, da die Weibchen nicht empfängnisbereit waren.

 

Minutiöse Vorbereitung

Prof. Henning Wiesner, tierärztlicher Leiter des Zoo Salzburg (Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e.V. München): „Wir haben in den vergangenen 6 Wochen den beiden Weibchen Yeti und Tamu spezielle Hormone zur Synchronisation verabreicht, damit beide heute einen Eisprung haben. Das IZW-Team hat vorab vom Bullen neuerlich Sperma gewonnen, mit dem die Weibchen gleich besamt wurden. Jetzt warten wir die Ergebnisse der Kotuntersuchungen der nächsten Monaten ab, und hoffen, dass die zweite künstliche Besamung erfolgreich war.“

 

Artenschutz ist eine wesentliche Aufgabe des Zoos

„Wesentliche Aufgaben eines modernen Zoos sind, aktiv im Bereich Tier-, Natur- und Artenschutz zu arbeiten“, berichtete Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Nachwuchs bei unseren Breitmaulnashörnern würde dem Europäischen Zuchtprogramm sehr helfen, den Bestand der in freier Wildbahn von Wilderen stark bedrohten Tierart in Zoos zu sichern. Die Zeit drängt! Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 203 Tiere illegal getötet. Und das Morden geht auch heuer weiter! Durch die Nachzucht bei unseren Breitmaulnashörnern wollen wir unseren Beitrag für den Erhalt dieser imposanten Tierart leisten.“

 

Anif, 9. September 2013


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