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Neuzugang im Zoo Salzburg

Vier Feuersalamander aus dem Alpenzoo Innsbruck leben nun im neuen, naturnah gestaltetem Terrarium bei den Alpensteinböcken

Seine feuchte, schwarz glänzende Haut, die auf der Körperoberseite gelb oder orange gemustert ist, lässt eine exotische Herkunft vermuten. Der Feuersalamander ist jedoch eine in Europa weit verbreitete Amphibienart, die in der Roten Liste Österreichs als „potentiell gefährdet“ eingestuft wird. Die auffällige Färbung des Feuersalamanders warnt Fressfeinde vor seiner Giftigkeit. Über Drüsen am Rücken und hinter seinen Ohren kann dieser Lurch sein giftiges Sekret bis zu einen Meter weit versprühen. Für Menschen ist das Gift normalerweise harmlos.

Die Bezeichnung „Feuersalamander“ hat übrigens nichts mit seinem Aussehen zu tun, sondern geht auf einen alten Aberglauben zurück: Früher dachten die Menschen, dass das Gift der Salamander Feuer löschen kann. Deshalb warfen sie die Tiere bei Bränden ins Feuer.

 

Ein Leben im Wald

In naturbelassenen Laub- und Mischwäldern mit kleineren Fließgewässern ist der Feuersalamander zuhause. Tagsüber versteckt er sich in Ritzen von Tothölzern, unter Wurzeln, in Fels- und Erdspalten, wo es feucht und kühl ist. Nachts geht dieser Schwanzlurch auf die Jagd nach Würmern, Schnecken, Spinnentieren und anderen Wirbellosen. An verregneten Sommertagen kann man ihm auch manchmal tagsüber begegnen.

Die Paarung dieser Amphibien findet an Land statt. Nach einer Tragzeit von etwa acht bis zehn Monaten setzt das Weibchen 8 bis 60 Larven in fischfreie Gewässer ab. Die Entwicklung der Jungtiere dauert rund vier Monate. Geschlechtsreif werden sie mit etwa vier Jahren. In der freien Natur können sie ein Alter von 20 Jahren erreichen.

 

Lurch des Jahres 2016
Die Bestände des Feuersalamanders leiden unter der Zerstörung und Veränderung der natürlichen Lebensräume, der Verbauung von Waldbächen sowie dem Besatz der Gewässer mit Fischen. Auch bedroht ein weltweit gefährlicher Amphibienpilz den Fortbestand des Salamanders.

Mit der Wahl zum „Lurch des Jahres 2016“ wollen die Deutsche und die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (Amphibien und Reptilien) auf den Schutz und Erhalt der auffälligen Amphibienarten aufmerksam machen.

 

Zoo Salzburg, 20. Juli 2016


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