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Jetzt leben wieder 24 Alpensteinböcke im Salzburger Zoo!

Im Wonnemonat Mai haben 3 junge Steinböcke das Licht der Welt erblickt. Rund 2 Wochen davor sind 3 der Salzburger Steinböcke nach Innsbruck übersiedelt. S

Ein drei Jahre altes Männchen und zwei einjährige weibliche Alpensteinböcke des Salzburger Zoos werden heuer im Frühsommer gemeinsam mit weiteren Jungtieren aus dem Alpenzoo Innsbruck und dem Zoo Augsburg in den Hohen Tauern ausgewildert.

Auf Zwischenstation

Für die erfolgreiche Auswilderung ist es wichtig, dass die Tiere gesund sind und auch eine Markierung erhalten. Sie mussten deshalb noch einen Gesundheitscheck über sich ergehen lassen. Ohne Narkose ließen sich die Tiere leider nicht untersuchen! Bis zum Frühsommer werden die drei  Salzburger nun gemeinsam mit ihren „sieben neuen“ Artgenossen in einem separaten Gehege des Alpenzoos leben, damit sich die Tiere kennen lernen und ein Rudel bilden.

Beinahe ausgestorben

Vor fast 100 Jahren stand es schlecht um den Fortbestand des Alpensteinbocks. Er wurde nicht nur wegen seines Fleisches gnadenlos gejagt, sondern galt auch als wandelnde Apotheke. Seine Gewandtheit, sich in den Felsen zu bewegen und allen alpinen Witterungen zu trotzen, beeindruckte auch die Bischöfe von Salzburg. Sie betrieben sogar eigene ‚Steinbock-Apotheken‘, in denen alle nur erdenklichen Teile des Steinbocks wie Blut, Haare, Hörner und sogar Exkremente als potenziell heilsam angeboten wurden. Am bekanntesten waren die ‚Bezoarkugeln‘ aus unverdaulichen Materialen wie Haaren aus dem Magen oder Darmtrakt. Um den Hals getragen, sollten diese Kugeln Bergsteiger schwindelfrei und unverwundbar machen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts existierte nur noch eine kleine Restkolonie von rund 50 Alpensteinböcken im italienischen Aostatal in der Region um den Gran Paradiso, die unter besonderem Schutz von König Viktor Emanuel II standen.

1906 gelang es zwei beauftragten „Wilderern“ drei Steinbockkitze im Gran Paradiso einzufangen und die Tiere über die Grenze in den schweizer Wildpark Peter und Paul zu schmuggeln. Es folgten weitere illegale „Fänge“. Nur wenige Jahre später wuchs der Bestand durch Nachzuchten und Ankäufen auf 109 Tiere an, der den Grundstock für zukünftige Zuchten bildete.

Eine Erfolgsgeschichte der Zoogemeinschaft

„Seit Jahrzehnten stellt die internationale Zoogemeinschaft Alpensteinböcke für Bestandsauffrischungen in verschiedenen Alpenregionen zur Verfügung“ berichtet Zoo Geschäftsführerin Sabine Grebner. „In der Vergangenheit konnten wir schon 30 Tiere für Auswilderungsprojekte zur Verfügung stellen. Wir freuen uns, dass unsere drei mit den anderen Tieren aus Innsbruck und Augsburg heuer noch in den Hohen Tauern ausgelassen werden und hoffen, dass das kleine Rudel in den nächsten Jahren für zahlreichen Nachwuchs sorgt“.

Anif, 22. Mai 2014


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