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Gute Aussichten auf Nashorn-Nachwuchs im Salzburger Zoo

 

Reproduktionsspezialisten des renommierten Berliner Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtiere (IZW) Prof. Thomas Hildebrandt, Dr. Frank Göritz und Dr. Robert Hermes  untersuchten drei Salzburger Breitmaulnashörner auf ihre Fortpflanzungsfähigkeit. Die gute Nachricht vorneweg: bei den drei Tieren sind die Fortpflanzungsorgane funktionsfähig.

 

Ultraschall-Untersuchungen

In den beiden Nashornhäusern wurde ein Labor aufgebaut. Nacheinander wurde Bulle Athos und die beiden Kühe Yeti und Tamu narkotisiert und mit Hilfe eines speziellen Ultraschalls untersucht.

 

„Das Spezialisten-Team des IZW kam zu dem Ergebnis, dass die beiden Nashorn-Kühe fortpflanzungsfähig sind“ informiert Prof. Henning Wiesner, tierärztlicher Leiter des Zoo Salzburg (Akademie für Zoo- und Wildtiere e.V. München). „Auch in dem von Bulle Athos gewonnenen Samen waren viele aktive Spermien zu erkennen.“

 

Die Ultraschall-Untersuchung der beiden Kühe ergab, dass heute ein günstiger Zeitpunkt für eine künstliche Besamung ist und so wurden Yeti und Tamu kurzerhand mit den zuvor gewonnenen Spermien von Athos besamt.

 

Artenschutz

„Wesentliche Aufgaben eines Zoos sind, aktiv im Bereich Tier- und Artenschutz zu arbeiten. Nachwuchs bei unseren Breitmaulnashörnern würde dem Europäischen Zuchtprogramm helfen, den Bestand der in freier Wildbahn stark bedrohten Tierart in Zoos zu sichern“, berichtete Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Leider drängt die Zeit! Allein im vergangenen Jahr wurden in Südafrika 633 Tiere gewildert. Und das Morden geht auch heuer weiter! Durch die Nachzucht bei unseren Breitmaulnashörnern wollen wir unseren Beitrag für den Erhalt dieser imposanten Tierart leisten.“

 

Anif, 18. März 2013


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