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Fakten zum Schneeleoparden-Nachwuchs

Zum wiederholten Mal ist der Zoo Salzburg zum Ziel medialer Angriffe seitens österreichischer Tierschützer geworden. Da die Anschuldigungen ausnahmslos haltlos sind, möchten wir Sie nun persönlich informieren:

Unser heuriger Schneeleoparden-Nachwuchs ist an Multiplen okularen Kolobomen (MOC) erkrankt. Die drei Jungtiere wurden von Augenspezialisten an der Veterinärmedizinischen Universität Wien operiert und haben den Eingriff gut überstanden. Ihr derzeitiger Zustand lässt uns hoffen, dass sie vollständig genesen werden. Der Zoo Salzburg hat nach Auftreten dieser Erkrankung sofort Kontakt mit internationalen Experten aufgenommen. MOC tritt weltweit sehr selten und dann nur spontan auf. In den bisher durchgeführten wissenschaftlichen Studien konnte kein familiärer Ursprung nachgewiesen werden. Die genaue Ursache von MOC liegt leider noch im Dunkeln. Der Zoo Salzburg wurde vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Schneeleoparden gebeten, bei der Erforschung dieser Krankheit mit zu arbeiten. Die von den Tierschützern zitierten Studien sind aus dem Zusammenhang gerissen und wurden falsch interpretiert.

Der Zuchtbuch- und EEP- Koordinator für Schneeleoparden Leif Blomqvist beschäftigt sich seit den 70er Jahren mit dieser Tierart und ist ein international anerkannter Experte. Er empfahl, dass die Schneeleoparden Shankar, der in Frankreich geboren wurde, und Mira, die in Schweden das Licht der Welt erblickt hat, bei uns im Zoo Salzburg zusammen kommen und züchten sollen.

Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass die Bestände von Zootieren vergleichsweise kleiner als die von Tieren in freier Wildbahn sind. Verwandtschaftsverpaarungen können vereinzelt vorkommen, was an sich kein Problem darstellt. Unser Schneeleoparden-Paar ist nicht direkt miteinander verwandt. Der Inzuchtkoeffizient [F] von Mira und Shankar liegt bei 0,015. Das bedeutet, dass eine Wahrscheinlichkeit von 1,5% besteht, dass Gene eines Genortes gleicher Herkunft sind. Der Durchschnitt aller existierenden EEPs liegt bei 2,5%, also deutlich höher. Wie auch in allen anderen Europäischen Zoos, sind für uns die Empfehlungen des EEPs weiterhin Handlungsanleitung. Denn international anerkannte Genetiker, Tierärzte und Biologen arbeiten eng mit den Koordinatoren der EEP´s zusammen, um die Tierbestände in den Zoos gesund und stabil zu erhalten.

Allgemein ist festzuhalten, dass unter anderem die Aufgaben und Ziele eines modernen Zoos der Erhalt von Tierarten ist, die in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht oder gar schon ausgestorben sind. Dazu gehören – gerade im und aus dem Zoo Salzburg – der Alpensteinbock, das Przewalski-Pferd und der Goldkopflöwenaffe als maßgebliche Beiträge zur Arterhaltung.

Der Zoo Salzburg kooperiert seit Jahren mit anerkannten Wissenschaftlern und Forschern, um aktiv für den Tier- und Artenschutz zu arbeiten.

In diesem Sinne werden wir unsere Arbeit fortsetzen und jegliche unqualifizierte, haltlose Anschuldigung gegen den Zoo Salzburg dementieren.


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