DeutschEnglishItaliano
Zoo Salzburg - Home
  Zoo Presse
Info
Welt
Forschung
Erlebnis
Presse
Freunde
Kontakt
       
 

Ab in die Lüfte - junge Waldrappe auf großer Reise

Zum ersten Mal startete am Samstag, 20. August, in der Früh von Salzburg aus die Menschengeleitete Waldrapp-Migration in Richtung des Winterquartiers Laguna di Orbetello in der Toskana.

Mit etwas Verzögerung begann der spektakuläre Fluge in den Süden am Samstag, 20. August, um 7 Uhr in der Früh von Anif aus. 16 junge Waldrappe fliegen in den nächsten Wochen ihren menschlichen Ziehmüttern in Leichtflugzeugen hinterher, um die rund 1.300 Kilometer lange Flugroute östlich der Alpen entlang durch Österreich, Slowenien und Italien ins Winterquartier in der Toskana zu erlernen.

„Es war eine lange Vorbereitungszeit und jetzt hoffen wir alle auf einen positiven Verlauf der Migration“ erzählt Stefanie Heese, eine der beiden Ziehmütter. Die mehr als drei Monate alten Jungvögel haben ein intensives Flugtraining hinter sich.

Snack-Bar für Waldrappe

Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner, Anifer Bürgermeister Hans Krüger und Vizebürgermeister Josef Grasmann verabschiedeten sich persönlich von den Vögeln und dem Waldrappteam. Sie übergaben Projektleiter Johannes Fritz eine Waldrapp-Snack-Bar. Der Vogelzug wird drei bis vier Wochen dauern. Und wie bei einer ‚natürlichen‘ Migration wird der Großteil der Zeit aus Pausentagen besteht. An diesen Ruhetagen können es sich dann die 16 Waldrappe an der Snack-Bar mit Mehlwürmern gut gehen lassen.

Unglaubliche 237 Kilometer

Im vergangenen Jahr wurde nur an sieben Tagen geflogen. Projektleiter Fritz: „Die Flugdistanzen im vergangenen Jahr waren enorm. Die mittlere Tagesstrecke lag bei rund 180 Kilometern, die maximale Flugdistanz bei 275 Kilometer. Heuer wurden die Fluggeräte aufgerüstet und wir hoffen, in diesem Jahr noch weitere Strecken zu fliegen Nach einem phantastischen Abflug von Anif am gestrigen Tag sind wir voll Zuversicht. In 4:42 Stunden flogen wir unglaubliche 237 Kilometer mit einer mittleren Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer. Jetzt haben wir unser Camp in der Nähe von St. Pölten aufgeschlagen. Nach zwei Pausentagen wollen wir am Dienstag von hier aus bereits die Grenze nach Slowenien überfliegen“. Mit dabei ist wieder der Profipilot Walter Holzmüller, amtierender Weltmeister mit dem verwendeten Fluggerätetyp.

Waldrappe eine hoch bedrohte Vogelart

Nur in Marokko und Syrien gibt es noch freilebende Kolonien, wobei ausschließlich die drei verbliebenen Vögel in Syrien eine Migrationstradition erhalten haben und in ihr äthiopisches Wintergebiet fliegen. Die Aufrechterhaltung dieser Population ist wohl derzeit eines der wichtigsten Artenschutzprojekte weltweit.

Über das Waldrappteam

Seit 2002 bemüht sich das Waldrappteam das Überleben der Ibisvögel in freier Wildbahn zu sichern. Dazu werden unter anderem Jungtiere von menschlichen Zieheltern aufgezogen und darauf trainiert, diesen in einem Ultraleichtflugzeug zu folgen. Auf diese Weise erlernen die Vögel die Zugroute in ein geeignetes Winterquartier, welche idealerweise an deren eigene Nachkommen weitergegeben wird.

Neben unseren Engagements zum Bestandsschutz und zur Wiederansiedlung in Syrien, Marokko und Europa betreiben wir mit unseren Kooperationspartnern Grundlagenforschung in den Bereichen Migrationsphysiologie, Nahrungsökologie und Ethologie.


HIER ANMELDEN


Vorname Nachname E-Mail

SitemapFAQLinksImpressumHome